Wir sind umgezogen

Apostel Rolf Wosnitzka besuchte die Gemeinde Ohrdruf zweimal – zum Entwidmungs- und zum Weihegottesdienst.

Nun war der Tag gekommen. Der für die Ohrdrufer Glaubensgeschwister lieb gewonnene Kirchenraum – „der Bahnhof“ – sollte nach 11 Jahren nicht mehr als Zuhause für die Gemeinde dienen. Den letzten Gottesdienst stellte der Apostel unter das Bibelwort Psalm 9,11:

„Darum hoffen auf dich, die deinen Namen kennen; denn du verlässest nicht, die dich, HERR, suchen.“

Eine Aussage des Gottesdienstes: die Gemeindemitglieder einschließlich ihrer Amtsträger sind unvollkommen. Dennoch darf man auf Gott hoffen, denn ER ist vollkommen! Diese Vollkommenheit hat Jesus Christus bereits unter Beweis gestellt, als ER für die Menschheit bis ans Kreuz gegangen ist, ohne mittendrin abzubrechen. Auch wenn einmal Dinge im Gemeindeleben störend oder verletzend sind, sollte es jedem bewusst sein, dass die menschliche Unvollkommenheit nicht die Vollkommenheit der Kirche Christi überschatten darf.

Nach der Sündenvergebung konnte die Gemeinde noch die Spendung des Sakramentes der Heiligen Versiegelung erleben. Ein schönes Bild, war es doch die letzte Handlung im „Bahnhof“, bevor die Entwidmung des Kirchenraumes erfolgte. Doch das Gemeindeleben ist damit nicht beendet, es geht gut weiter.

Nachdem nun die einstige Versammlungsstätte ausgeräumt und alles in der künftigen Räumlichkeit eingerichtet worden war, besuchte Apostel Wosnitzka wiederum die Gemeinde, um dort den Weihegottesdienst durchzuführen. Diesem Gottesdienst legte er das Bibelwort Johannes 14, 2-3 zugrunde:

„In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn's nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin.“

Der Apostel hob hervor, dass im Hause des himmlischen Vaters für jeden Platz ist. Weiter sagte er, dass jene, die an Gott glauben und IHN suchen, IHN auch finden werden. Im christlichen Miteinander sollte man nicht vordergründig Unterschiede hervorheben, sondern bedenken, dass es im Hause des Vaters viele Wohnungen gibt.

Bischof Raph Wittich beglückwünschte die Gemeinde, die sich in der neuen Kirche wohlfühlen und auch künftig segensreiche Begegnungen haben möge. Am Schluss des Gottesdienstes brachten die Bürgermeisterin von Ohrdruf, Frau Marion Hopf, und die Vertreterin der evangelischen Kirchgemeinde Ohrdruf, Frau Buschendorf, Glückwünsche entgegen. Die Gemeinde blieb mit ihren Gästen bei Schnittchen, Kaffee, Kuchen und vielen schönen Gesprächen noch eine ganze Zeit beieinander.

A.W./H.B.