Segensreicher Besuch

Mittwochabend: Bischof Ralph Wittich besuchte die Gemeinde und diente nach dem Bibelwort Psalm 42,12: „Was betrübst du dich meine Seele und bist so unruhig in mir?“

Der Chor eröffnete die Predigt mit dem vertrauten und beliebten IKT-Song „Singt ein Lied von Gott“.

Unser Bischof brachte einleitend zum Ausdruck, dass wir mit unseren Fragen und der Suche, dem Verlangen nach Gottes Wort schon einmal unruhig sind, aber Gott ist da. ER stärkt und tröstet uns in Krankheit, Sorgen und Schmerzen. Wenn wir unzufrieden mit uns sind, einmal nicht stark sind – das ist menschlich – haben wir doch Verantwortung für uns selbst und wollen auf Gott vertrauen, ER hilft. Jesus als Gottessohn wandelte als Mensch, auch er war betrübt, doch brachte er als Mensch dieses gewaltige Opfer! Jesus Christus versteht und tröstet uns. Christen sind Idealisten. Die Hoffnung auf das Ziel bleibt. Es gibt dann keine Schmerzen, kein Leid, auch keine Depressionen mehr. Gott hilft aber auch jetzt schon, gibt uns Halt und Stärke. Wir spüren, wie er hilft.

Apostel Paulus sagte, dass die Zeit der Leiden nicht mit der ewigen Herrlichkeit bei Gott vergleichbar ist. Dann wird alles Schwere vergessen sein. Aufgabe eines Christen ist es, in allen Verhältnissen durchzuhalten, auch unter Widrigkeiten nachfolgen. Evangelium ist die frohe Botschaft. Der Weg ist schmal, die Pforte ist eng – auch das ist Evangelium.

Die Kirche ist in Bedrängnis; das war sie gewissermaßen schon immer. Petrus wurde aus dem Gefängnis befreit, weil die Gemeinde für ihn gebetet hatte. Als er aber vor dem Tor stand, waren sie so überrascht, dass sie ihn gar nicht einließen. Unsere Aufgabe besteht darin, in allen Verhältnissen nachzufolgen und das hohe Ziel im Auge zu behalten.

Gott ist stark und Gott spricht immer das letzte Wort. Alles andere ist nur das vorletzte. Gott schenkt uns Geborgenheit und eine Heimat wie eine liebende Mutter, aber er prüft auch sein Volk. Er ermuntert zur Nachfolge. Inhalt des Missionsbefehls ist die Verkündigung des Evangeliums: Gehet hinaus und lehret alle Völker und taufet sie und bereitet die Gläubigen auf die Wiederkunft Christi vor.

Es ist unter den Menschen oft unbequem und wohl auch nicht mehr zeitgemäß, an Gott zu glauben und auf sein Wort zu bauen. Wir aber harren auf Gott. Ein wertvoller Hinweis abschließend: man sollte den Psalm 42 lesen und Kraft daraus schöpfen.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls spendete unser Bischof den Geschwistern Herta und Frank Jacob den Segen zu ihrer goldenen Hochzeit.

M.J./ R.R.